Fuß

Vielfältige Erkrankungen des Fußes können bei uns in einem hochspezialisierten, eingespielten Team effektiv behandelt werden. Dabei kommen modernste Operations- und Behandlungstechniken zum Einsatz. Die Eingriffe an der Hand werden in der Regel unter mikrochirurgischen Gesichtspunkten ausgeführt.

Im Regelfall werden die unten aufgeführten Operationen ambulant erbracht.

Im Einzelfall wird praeoperativ in einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten entschieden, ob der Eingriff ambulant sinnvoll durchführbar ist (z.B. bei gravierenden internistischen Erkrankungen oder kritischer sozialer Anamnese, komplexen Eingriffen etc.).

Zur Sicherung des Heilerfolges wird von uns eine enge Kooperation mit den zuweisenden Ärzten und / oder Hausärzten gewährleistet.

Zu den in unserer Praxisklinik behandelbaren Erkrankungen des Fußes gehören u.a.:

Der Rheumafuß

Entzündliche Veränderungen am Fuß können unbehandelt zu Zerstörungen der Sehnen und Gelenke führen. Vorrangiges Ziel einer initial konservativen Therapie ist es deshalb, die Funktion des Fußes so lange als möglich zu erhalten.
Nicht selten finden sich jedoch bereits ausgeprägte Gelenkdestruktionen oder Sehnenrupturen, die sich auch mit einer aufwändigen medikamentösen Therapie nicht immer verhindern lassen und dann entsprechend operativ versorgt werden müssen.

In fortgeschrittenen Fällen eines Kollapses des Fußes kommen dann gelenkersetzende bzw gelenkplastische Maßnahmen zur Anwendung, die eine Belastung des deformierten Fußes erst wieder möglich machen.

Im Einzelfall muß dann entschieden werden, ob die Komplexität des Eingriffes ein ambulantes Vorgehen zulässt.

Beispiel einer rheumatoiden Vorfußdeformität

Beispiel einer Versorgung mittels Resektionsarthroplastiken der Zehengrundgelenke II-V sowie Arthrodese des Großzehengrundgelenkes rechts

Beispiel eines kollabierten Vorfußquergewölbes

Beispiel einer operativen Wiederherstellung der Vorfußarchitektur, unmittelbar postoperativ (links) sowie 2 Jahre nach OP (rechts)

Angeborene und erworbene Zehenfehlstellungen, wie z.B. der Hallux valgus

Der Hallux valgus

Der sogenannte Hallux valgus kann isoliert oder in Kombination mit anderen Zehenfehlstellungen (z.B. Hammerzehen) auftreten. Frauen sind häufiger als Männer betroffen.

Die Ursache ist nicht genau geklärt. Neben der Neigung des weiblichen Geschlechts, modisches Schuhwerk zutragen, spielt sicherlich auch die Vererbung des Spreizfußes auf die nächste Generation eine nicht zu unterschätzende Rolle. Chronische, z.B. entzündliche Veränderungen, können ebenfalls zur Hallux-valgus-Fehlstellung beitragen.

Der Hallux valgus geht nahezu immer mit einer pathologischen Spreizung der Mittelfußstrahlen einher. Durch eine Muskel-Sehnen-Imbalance kommt es zu einer progredienten Abweichung der Großzehe im Grundgelenk, die bis zur vollständigen, später auch kontrakten Verrenkung führen kann. Nicht selten werden dann im Verlauf der Erkrankung die benachbarten Kleinzehen in Mitleidenschaft gezogen.

Neben Druckschmerzen am "Großzehenballen" treten später auch Belastungsschmerzen auf, die aufgrund der resultierenden Fehlbelastung den ganzen Fuß vereinnahmen können.

Während früher das operative Repertoir beschränkt war, kann man heute mittels differenzierter, so weit möglich gelenkerhaltender Techniken sowohl funktionell als auch ästhetisch sehr akzeptable Resultate erzielen. Die modernen Operationsverfahren ermöglichen eine schnelle Belastbarkeit des Fußes in der Regel ohne Gipsbehandlung.

Folgende Operationsverfahren kommen in unserer Praxis zur Anwendung

Hallux valgus
  • Scarf Mittelfußosteotomie
  • Chevron Mitelfußosteotomie
  • Akin Osteotomie des Großzehengrundgliedes
  • basisnahe opening wedge Osteotomie
  • basisnahe closing wedge Osteotomie
  • Lapidusarthrodese
Kleinzehendeformitäten
  • Hohmann-Operation
  • Resektionsarthroplastiken
  • Sehnentransfer-OP (z.B. nach Taylor)
  • Weil-Verkürzungsosteotomie
  • dreidimensionale Mittelfußosteotomien

Beispiel eines Hallux valgus

Beispiel einer Versorgung eines Hallux valgus mittels Scarf- und Akin- Osteotomie beidseits

Beispiel eines ausgeprägten Spreizfußes mit Hallux valgus

Beispiel einer Versorgung mittels diaphysärer Umstellungsosteotomie und Akin-Osteotomie

Der komplexe Vorfuß

Beispiel einer komplexen Fehlstellung des Vorfußes mit Spreizfuß, Hallux valgus, Subluxation der Großzehe im Grundgelenk sowie Luxation der II. Zehe im Grundgelenk

Beispiel einer Versorgung mittels basisnaher Umstellung des I. Mittelfußstrahles sowie Reposition der II. Zehe im Grundgelenk durch Weil-Osteotomie, 2 Jahre postoperativ

Beispiel eines durch sogenannte Lapidus-Arthrodese operativ behandelten massiven Spreizfußes mit Metatarsus adductus und Hallux valgus links, 1 Jahr postoperativ

Der Metatarsus quintus abductus

Bei dieser Fehlstellung handelt es sich um eine angeborene Abweichung des Kleinzehenstrahles, der v.a. im festen Schuh zu Druckproblemen am "Kleinzehenballen" führen kann.

Beispiel eines Metatarsus quintus abductus

Beispiel einer Komplexversorgung mit Korrektur des Großzehenstrahles, der Hammerzehe II sowie der Achsabweichung des Kleinzehenstrahles durch Mitelfußosteotomien – es resultiert eine deutliche Verschmälerung des Vorfußes.

Nervenengpasssyndrome, wie z.B. das Tarsaltunnelsyndrom

Zu den bekanntesten peripheren Nervenerkrankungen des Fußes gehören das Tarsaltunnelsyndrom sowie das Morton-Neurinom.

Ersteres führt häufig zu unangenehmen, belastungsunabhängigen Mißempfindungen an der Fußsohle, zweiteres zu Sensibilitätsstörungen und Schmerzen zwischen den betroffenen Zehen.

Vor einer operativen Intervention sollte der Befund fachneurologisch abgeklärt werden.

Beispiel eines Tarsaltunnelsyndroms mit Einengung des Schienbeinnerven am Sprunggelenk

Beispiel eines Morton-Neur(in)oms

Der Hallux rigidus

Häufig ist der sogenannte Hallux rigidus, der aufgrund einer Arthrose zur Einsteifung des Großzehengrundgelenkes und damit zu einer ausgeprägten Gehbehinderung führen kann.

Die Endoprothetik am Zehengelenk wird z.Z. noch sehr kontrovers diskutiert, da die Langzeitergebnisse nicht immer überzeugen können. Eine gute dauerhafte Belastbarkeit des Fußes läßt sich bei ausgeprägter Arthrose in der Regel durch eine KorrekturArthrodese des Großzehengrundgelenkes bewerkstelligen. Diese OP-Technik erlaubt eine schnelle Belastbarkeit des Fußes.

Beispiel eines sogenannten Hallux rigidus rechts mit Unterkreuzen der Großzehe unter die benachbarte Zehe

Beispiel einer operativen Korrektur eines Hallux rigidus durch Arthrodese

Beispiel einer Versorgung mittels Plattenarthrodese zur Korrektur eines kontrakten Hallux rigidus