Operationszimmer OPN

Hallux valgus

Hintergrund

Der sogenannte Hallux valgus kann isoliert oder in Kombination mit anderen Zehenfehlstellungen (z.B. Hammerzehen) auftreten. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Der Hallux valgus tritt fast immer mit einer pathologischen Spreizung der Mittelfußstrahlen auf (Spreizfuß). Durch eine Muskel-Sehnen-Imbalance kommt es zu einer progredienten Abweichung der Großzehe im Grundgelenk, die zu einer vollständigen, später auch kontrakten Verrenkung führen kann. Nicht selten werden dann im Verlauf der Erkrankung die benachbarten Kleinzehen in Mitleidenschaft gezogen.

Informationen zur Operation

Wann operieren?

Neben Druckschmerzen am „Großzehenballen“ treten beim Hallux valgus später auch Belastungsschmerzen auf, die aufgrund der resultierenden Fehlbelastung den ganzen Fuß vereinnahmen können. Anfänglich behilft man sich gerne mit komfortablem Schuhwerk und Einlagen. Treten ständig Schmerzen und Entzündungen vorzugsweise am „Ballen“ auf, oder verändert sich die Stellung der Großzehe spürbar, so kann die Operation angezeigt sein.

Was passiert bei der OP?

Während früher das operative Repertoire beschränkt war, kann man heute mittels differenzierter (so weit möglich gelenkerhaltender) Techniken funktionell und ästhetisch sehr akzeptable Resultate erzielen. Die modernen Operationsverfahren des Hallux valgus ermöglichen eine schnelle Belastbarkeit des Fußes i.d.R. ohne Gipsbehandlung. Auch die implantierten Materialien (z.B. aus Titan) können i.d.R. im Körper problemlos verbleiben.

Nachbehandlung

Postoperativ ist die Belastung in einem sogenannten Vorfußentlastungsschuh für 5 Wochen ab sofort möglich. Neben einer Schienenbehandlung umfasst die Nachsorge auch eine Physiotherapie, damit es nicht zu Einsteifungen kommt. Gleichmaßsportarten wie Schwimmen und Radfahren können meistens nach 6 Wochen betrieben werden, Ballsportarten (Volleyball, Basketball, Tennis etc.) jedoch nicht vor einem viertel Jahr nach OP.