Operationszimmer OPN

Dupuytren'sche Erkrankung / Kontraktur

Hintergrund

Die Dupuytren'sche Kontraktur ist eine Erkrankung der unter der Haut gelegenen Bindegewebsplatte, deren Ursache bis heute nicht eindeutig bekannt ist. Sie wird in vier Stadien eingeteilt. Die Dupuytren'sche Kontraktur verläuft typischerweise schubartig und kann unter Umständen über Jahre in einem Stadium verharren. Manchmal findet sich auch ein rasantes Fortschreiten, das dann ein operatives Vorgehen erforderlich macht. Auch eine deutliche Funktionsbehinderung stellt eine OP-Indikation dar.

Informationen zur Operation

Wann operieren?

Mit fortgeschrittenem Stadium nimmt die Komplikationsrate der Dupuytren'schen Kontraktur zu, auch kann die postoperative Heilphase einen relativ langen Zeitraum beanspruchen. Das Stadium 2 der Dupuytren'schen Kontraktur mit beginnender Bewegungseinschränkung des Fingers und deutlicher Zunahme des Befundes ist der beste Zeitpunkt für eine operative Intervention.

Was passiert bei der OP?

Grundsätzlich sollten alle Eingriffe in der Handfläche und am Finger unter Vergrößerung von einem in der Mikrochirurgie versierten Handchirurgen vorgenommen werden, da die anatomischen Strukturen wie Nerven, Gefäße und Sehnen in der Hand sehr eng beieinanderliegen und verletzungsgefährdet sind. Die Operation der Dupuytren'schen Kontraktur umfasst die Entfernung des behindernden kontrakten und erkrankten Gewebes aus der Handfläche sowie, sofern erforderlich, auch im Fingerverlauf. 

Nachbehandlung

Die postoperative Heilphase kann einen relativ langen Zeitraum beanspruchen. Typischerweise kommt es nach etwa 4 Wochen zu einer Verhärtung der Narbe im Operationsgebiet (Indurationsphase der Narbenbildung). Diese kann u.U. mehr als ¼ Jahr andauern, bis die Narbe sich zurückbildet (Involutionsphase). In dieser Zeit gilt es, durch Eigentherapie, anfänglich auch durch krankengymnastische und / oder ergotherapeutische Behandlung, das Operationsergebnis zu sichern. Der Morbus Dupuytren ist grundsätzlich nicht heilbar, kann also wieder auftreten oder an anderer Stelle, so z.B. an der Fußsohle, weiterwachsen.