OPN Wartezimmer

Qualitätszirkel: go:h - Klinik Gut - OPN

Neuer Qualitätszirkel gegründet:   

go:h, HannoverKlinik Gut, St. MoritzOPN, Neuss

Die isolierte Leistungserbringung im medizinischen Sektor wird im Dschungel des Gesundheitswesens immer schwieriger. Der Wettbewerb im Gesundheitsmarkt nimmt zu und der Druck auf die medizinischen Akteure steigt laufend. Das Resultat sind zunehmend kooperative Versorgungskonstellationen wie z.B. Gemeinschaftspraxen, ortsübergreifende Gemeinschaftpraxen, MVZ‘s oder auch unterschiedlichst ausgestaltete Netzwerke. Ziel all dieser Konstellationen ist eine effektive Arbeit die, trotz teilweise erheblichem wirtschaftlichen Druck, den hohen Qualitätsansprüchen und Patientenforderungen gerecht werden kann. Die effiziente Umsetzung „moderner“ Medizin geht dabei heutzutage weit über die eigentliche ärztliche Tätigkeit hinaus. Die große Herausforderung besteht darin, qualitativ hochmoderne Medizin sozialverträglich in Einklang mit der Wirtschaftlichkeit eines Betriebes zu bringen.

Diese Erkenntnis war - trotz der bereits vorhandenen jeweils eigenen guten Expertise - der Anlass den Qualitätszirkel zu gründen, den wir Ihnen hiermit vorstellen wollen.

Who is Who?

Drei orthopädisch-/unfallchirurgische Institute sind Partner im Qualitätszirkel: go:h (Gelenkchirurgie Orthopädie Hannover mit Prof. Dr. Philipp Lobenhoffer, PD Dr. Jens Agneskirchner, Dr. Markus Tröger), Klinik Gut (St. Moritz, Schweiz, mit Dr. Adrian Urfer, Dr. Georg Ahlbäumer und 25 anderen Operateuren) und OPN (Orthopädische Praxisklinik Neuss, mit Dr. Emanuel Ingenhoven, Dr. Frank Hesselmann, PD Dr. Ralf Müller-Rath und PD Dr. Torsten Mumme).

Trotz sehr unterschiedlicher Größe haben die  Partner im Qualitätszirkel vieles gemeinsam: alle sind ärztlich geleitet und zu 100% inhabergeführt. Daneben ergibt sich bei allen die Notwendigkeit sämtliche medizinischen, organisatorischen, personellen und strukturellen Fragen zu lösen, die vorrangig eine erfolgreiche Gelenkchirurgie möglich macht.

Zielsetzung

Ziel unseres Qualitätszirkels ist es, durch kollegialen Austausch in den jeweiligen Einrichtungen einen gemeinsamen Beitrag zur weiteren Verbesserung von Arbeitsabläufen und Patientenversorgung in den teilnehmenden Instituten zu leisten.

Aspekte der Zusammenarbeit

  • Medizinisches Können/Fachwissen

Die Ärzte aller drei Institute sind national bzw. international anerkannt führend in der Gelenkchirurgie. Alle haben ein außerordentliches Fachwissen. Die Ärzte sind neben Ihrer medizinischen Tätigkeit berufspolitisch, wissenschaftlich und auch in der medizinischen Ausbildung engagiert. In unserem Kreis finden nun regelmäßig Fachdiskussionen, Fallvorstellungen und gegenseitige Hospitation statt. 

Der Austausch dieser „state of the art Medizin“ kommt der Patientenversorgung in besonderem Maße zu Gute. 

  • Qualität

Qualität ist für unsere Kliniken von besonderer Bedeutung. Wir alle verstehen unter Qualität

  • professionelle Abklärung des Krankheitsbildes
  • individuelle Betreuung der Patienten
  • Vertrauensbildung bei Patienten, indem in präoperativen Aufklärungsgesprächen die Angst vor einer geplanten Operation genommen wird
  • kompetent und zügig durchgeführter operative Eingriffe sowie eine, dem jeweiligen Patienten angemessene, Nachbehandlung und Nachsorge
  • Einsatz von fachlich kompetentem, sozial aufgeschlossenem und warmherzigem Personal
  • Weiterbildung und Förderung von Ärzten und Personal
  • Fairness und Freude bei der Arbeit
  • Optimale Arbeitsabläufe
  • Langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit intra- und interdisziplinären Partnern

 Von unseren Qualitätsansprüchen sollen alle profitieren: Patienten, Mitarbeiter, Geschäftspartner und Ärzte

  • Soziale Kompetenz/Ethik

Voraussetzungen für gute Medizin beziehen sich in der Regel auf das Wissen – sog. evidenzorientierte Medizin  –, das Können, die Erfahrung des Arztes und auf adäquate Rahmenbedingungen. Der wahrscheinlich entscheidendste Faktor ist aber die Beziehung des Arztes zu seinen Patienten. Ausschlaggebend hierfür ist, neben der Arztpersönlichkeit, die Gesprächsführung und die Kompetenz des Arztes.

Durch Erfahrungsaustausch und gemeinsame Projekte soll erreicht werden, dass medizinische und soziale Kompetenz unter Beachtung aller wichtigen ethischen Gesichtspunkte Hand in Hand gehen.

  • Wirtschaftlichkeit

Jede medizinische Einrichtung muss mehr als je zuvor auf Wirtschaftlichkeit achten, wobei eine Kommerzialisierung von Krankheit und Leid vermieden werden muss. D.h. es darf keine Behandlung nur aus monetären Beweggründen erfolgen.

Unsere Einrichtungen unterliegen betriebswirtschaftlichen Regularien. Als Arbeitgeber tragen wir Verantwortung für unsere Mitarbeiter und deren Familien. Wir alle sind deshalb auch angehalten, verantwortungsvoll und ökonomisch mit unseren Ressourcen umzugehen.

Häufig gehen allerdings die Kosten und Erlöse diametral auseinander: Preise werden an allen Stellen seit Jahren kontinuierlich angehoben – die Entlohnung unserer Tätigkeit stagniert dagegen oder ist gar rückläufig.

Wir wollen uns bemühen durch den Austausch unsere Ressourcen zu optimieren und somit unseren Verpflichtungen verantwortungsvoll nachkommen zu können.

Fazit

Die ersten Erfahrungen zeigen, dass diverses Synergiepotential vorhanden ist - medizinisch, wirtschaftlich und administrativ. Die Kooperation auf den verschiedenen Ebenen - Ärzte und Management - macht Freude und bereichert den Arbeitsalltag. Es gibt neue Erkenntnisse ebenso, wie auch den Eindruck „anderen ergeht es genau wie uns“.

Wir sind optimistisch, unsere Ziele mit dem Qualitätszirkel zu erreichen und möchten deshalb auch andere anregen, gleichartige Arbeitsgemeinschaften zu gründen.